Lamelleninstallation am Flughafen Zürich Dock B

Im Zugang zur Zuschauerterrasse am Dock B installierte Colt 270 feststehende Aluminiumlamellen. Bedruckte Folien erzeugen aus bestimmten Blickwinkeln großformatige Aviatikmotive und verbinden Gestaltung mit Sicht-, Sonnen- und Blendschutz.

270 Aluminiumlamellen inszenieren den Weg zur Besucherterrasse

Der rund 40 Meter lange Zugangskorridor zur Zuschauerterrasse am Dock B verbindet den Besucherbereich mit dem Flughafen und bildet selbst einen Teil der Ausstellung. Das von GXM Architekten entwickelte Gestaltungskonzept nutzt feststehende Aluminiumlamellen als Träger großformatiger Bildmotive aus der Welt der Luftfahrt.

Colt setzte dafür insgesamt 270 Lamellen ein: 133 auf einer und 137 auf der gegenüberliegenden Seite des Korridors. Die Motive wurden in schmale Bildstreifen aufgeteilt und als Folien auf die einzelnen Lamellen aufgebracht.

Beim Vorbeigehen setzen sich die Teilbilder je nach Blickwinkel zu Flugzeug-, Wolken- und Aviatikmotiven zusammen. Der Effekt basiert auf dem Prinzip der Anamorphose. Dadurch verändert sich die Bildwirkung mit der Bewegung des Betrachters.

Gleichzeitig bleibt die Konstruktion räumlich offen. Bei frontaler Betrachtung zwischen den Lamellen hindurch bleibt der Blick auf Vorfeld und Flughafengelände möglich. Sonnenstand und Lamellenstellung erzeugen zusätzlich wechselnde Licht- und Schattenbilder im Korridor.

Damit übernimmt die Anlage neben der visuellen Inszenierung auch Funktionen als Sicht-, Sonnen- und Blendschutz.

Projekt: Zugang zur Zuschauerterrasse Dock B

Ort: Flughafen Zürich, Schweiz

Gebäudetyp: Zugangskorridor / Besucherbereich

Anforderungsprofil: Schalldämmung bei gleichzeitig natürlicher Be- und Entlüftung

Lösung: Feststehende Aluminiumlamellen mit aufgebrachten Bildfolien

Produkt: Metalllamellen

Anamorphose erzeugt Bilder in Bewegung

Die Motive wurden nicht als durchgehende Grafikfläche ausgeführt, sondern auf einzelne Lamellenstreifen verteilt.

Erst aus definierten Blickrichtungen setzen sich die Fragmente zu einem Gesamtbild zusammen. Beim Vorbeigehen verändert sich die Perspektive kontinuierlich, sodass die Motive scheinbar in Bewegung geraten.

Damit wird die feststehende Lamellenkonstruktion selbst zum Medium der Besucherinszenierung.

Exakte Zuordnung jeder Lamelle war Teil der Montage

Die grafische Wirkung erforderte eine präzise Fertigung und Montage. Vorder- und Rückseiten der Lamellen tragen unterschiedliche Bildinformationen, weil Hin- und Rückweg durch den Korridor jeweils andere Motive zeigen.

Jede folierte Lamelle musste deshalb eindeutig der richtigen Position und Orientierung zugeordnet werden. Colt kennzeichnete die Elemente mit speziellen Codes, damit Bildstreifen, Vorderseite, Rückseite und Montageplatz zusammenpassten.

Auch die konstruktiven Randbedingungen des Korridors beeinflussten die Ausführung. Aus brandschutztechnischen Gründen wurde die Lamellenbreite auf zehn Zentimeter begrenzt. Mehrere Fluchtwege münden in den stark frequentierten Bereich; die Lamellenkonstruktion musste daher so angeordnet werden, dass die zugehörigen Türen weiterhin nutzbar bleiben.

Die Lamellenhöhen variieren zwischen 2,15 und 2,50 Metern. Damit konnte ein Niveauunterschied von 27 Zentimetern innerhalb des Korridors aufgenommen werden.

Oben und unten sind die Aluminiumprofile an Vierkantrohren befestigt. Spezielle Spannvorrichtungen ermöglichen eine definierte Montage und erleichtern zugleich die Demontage einzelner Elemente.

So entstand aus einer gestalterischen Idee eine technisch geordnete Lamellenanlage mit exakt positionierten, einzeln austauschbaren Bildelementen.

Metalllamellen mit Colt gestalten

Colt entwickelt Lamellenkonstruktionen für Fassaden und architektonische Sonderanwendungen. Profilgeometrie, Befestigung, Oberfläche, Sichtschutz und grafische Gestaltung werden auf Gebäude und Nutzung abgestimmt.

FAQ

Wie viele Lamellen wurden am Flughafen Zürich installiert?

Colt installierte insgesamt 270 feststehende Aluminiumlamellen im Zugangskorridor zur Zuschauerterrasse am Dock B. 133 Elemente befinden sich auf einer, 137 auf der anderen Seite. Die Lamellen stehen in einem Abstand von jeweils 31 Zentimetern.

Wie entstehen die großformatigen Bilder auf den Lamellen?

Die Motive wurden in einzelne Bildstreifen zerlegt und über Folien auf die Aluminiumlamellen aufgebracht. Aus bestimmten Blickrichtungen verbinden sich die einzelnen Streifen optisch wieder zu einem Gesamtbild. Dieses Prinzip wird als Anamorphose bezeichnet.

Welche Abmessungen haben die Aluminiumlamellen?

Die Profile sind etwa zehn Zentimeter breit und zwei Zentimeter dick. Ihre Höhe variiert abhängig vom Korridor zwischen ungefähr 2,15 und 2,50 Metern. Dadurch konnte unter anderem ein Höhenunterschied von 27 Zentimetern aufgenommen werden.

Warum mussten die Lamellen exakt gekennzeichnet werden?

Vorder- und Rückseiten tragen unterschiedliche Bildausschnitte. Gleichzeitig musste jede Lamelle an einer festgelegten Position montiert werden, damit die Gesamtgrafik funktioniert. Spezielle Codes stellten sicher, dass Orientierung, Motiv und Montageplatz eindeutig zusammenpassen.

Welche Funktionen übernimmt die Lamellenanlage neben der Gestaltung?

Der gestalterische Effekt steht bei diesem Projekt im Vordergrund. Durch Abstand und Ausrichtung der Lamellen entstehen jedoch zusätzlich Sicht-, Sonnen- und Blendschutzeffekte. Gleichzeitig bleibt zwischen den Elementen der Blick auf das Vorfeld des Flughafens möglich.

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